Ein Geburtstag gibt Rätsel auf...

An einem schönen Samstagnachmittag – es war der 29. März 2014 –  versammelte sich eine bunte Gästeschar, um gemeinsam mit unserer Akkordeonistin Edith Käufeler ihren Geburtstag zu feiern. Die Gäste durften wählen, ob sie bereits am frühen Nachmittag oder erst am Abend an die Feier kommen wollten. Bereits im Vorfeld überlegte und studierte also jeder, wann er sich zum Fest gesellen wollte oder konnte. Wer zu den früh eintreffenden Gästen gehörte, konnte nach der Begrüssung etwas trinken, und man hatte Zeit, sich kennenzulernen. Nach kurzer Zeit hiess es jedoch: „ Bitte einsteigen“ und los ging eine kurze Fahrt mit dem Car.
  Am Flughafen hiess es bereits wieder aussteigen. „Na, wohin geht es denn jetzt? Ein Flug kann es ja wohl nicht sein, vielleicht auf die Besucherterrasse?“ Nach einem kurzen Fussmarsch begrüsste uns ein energischer Herr mit den Worten: „Bitte aufschliessen, wir wollen doch pünktlich starten.“ Das hätten wir ja gerne gemacht, aber das Förderband bei der Sicherheitsschleuse lief nun mal langsam oder gar nicht! Was konnten wir dafür? Wir standen da mit den Gegenständen in der Hand, welche aufs Band gelegt werden mussten, aber es ging einfach nicht weiter! Der Herr (auf der anderen Seite wartend) rief schon wieder: „Bitte aufschliessen, wir werden erwartet!“ Hallo, hatte dieser Mann denn keine Augen im Kopf? Schliesslich hing alles von der lieben Technik und vom Personal des Sicherheitsdienstes ab! Es gab piepsende Signale, obschon Schuhe mit Absätzen und Gürtel mit Metallschnallen ausgezogen werden mussten. Einige hatten sich gar einer Leibesvisitation zu unterziehen, bevor es weiterging. Das Ganze veranlasste den energischen Herrn, noch mehr zur Eile zu drängen. Wir wurden gebeten, rasch via Treppenhaus oder Lift zwei Stockwerke tiefer zu gehen, da dort ein Bus auf uns wartete. Unten angekommen, hielt uns doch glatt eine verschlossene Tür auf und vom energischen Herrn fehlte jede Spur. Spasseshalber bildeten wir eine Gasse, um dem energischen Herrn den Weg frei zu halten. Wir wollten ja nicht schuld an der Verspätung sein! Als der Herr endlich auftauchte, applaudierten wir ihm für sein Kommen, was ihm dann doch ein Lächeln entlockte.

Anschliessend genossen wir eine tolle Flughafenrundfahrt, erfuhren und sahen dabei sehr viel Interessantes. Wieder zurück, konnten wir
uns noch die Füsse vertreten, ein wenig Sonne
geniessen und anschliessend brachte uns der
Car wieder zu unserem Ausgangspunkt zurück.

Während des Apéros  im Freien trafen die letzten Gäste ein, und mit allerlei feinen Häppchen wurde das schöne Wetter nochmals ausgiebig genossen, rege diskutiert und angestossen. So langsam wurde es Zeit, dass wir vom „Accordissimo“ uns langsam für unseren Auftritt bereit machten. Unsere Musik lockte die Gäste rasch in den Saal, und auch das Geburtstagskind Edith genoss als Zuhörerin unsere schmissigen Klänge. Gegen Ende unseres kleinen Konzertes riefen wir Edith zu uns. Heiko stellte ihr sein Akkordeon zur Verfügung, damit sie beweisen konnte, dass auch sie zu uns gehörte. Unsere Präsidentin erklärte mit gespieltem Ernst, dass Edith seit bald zwei Jahren im HCR in der Probezeit sei und wir nun beschlossen hätten, sie definitiv in unseren Verein und unser Orchester aufzunehmen! Dies bekräftigten wir und die übrigen Gäste(!) mit tosendem Applaus. Mit dieser frohen Kunde und dem Überreichen unseres HCR-Geschenkes durfte Edith das Schlussstück wie auch die geforderten Zugaben wieder als Zuhörerin geniessen.
 
Da dies ein kurzer Bericht sein sollte, hier nur noch Stichworte für den weiteren Verlauf des Abends: Selbstbedienung am reichhaltigen Salatbuffet, stopp! Edith stellte ihre Gäste vor, stopp! Das „Duo Romantica“ spielte bekannte Melodien, stopp! Hauptgang: Fondue Chinoise, stopp! Geburtstags-Verse vorgetragen, stopp! Geschenke überreicht, stopp! Das Tanzbein geschwungen und gesungen, stopp! Gewitzelt und diskutiert, stopp! Unter dem Sternenhimmel gequalmt (Fackeln und Zigaretten), stopp! Dessertbuffet geplündert, stopp! Gerätselt, stopp!
 
Apropos gerätselt: Sie werden sich fragen, worüber wir denn gerätselt hatten. Für alle, die da waren, war es klar oder doch nicht? Ja, im Ernst, wir rätseln eben heute noch, wie ALT oder JUNG Edith denn wirklich wurde, als sie ihren Geburtstag feierte! Ob Sie sie selber fragen möchten? Edith, an dieser Stelle nochmals ein grosses und herzliches Dankeschön für den abwechslungsreichen, schönen Tag und Abend.
 
Erika Bär