Michaela und Heiko haben "Ja" zueinander gesagt

Michaela und unser Akkordeonist / Gitarrist Heiko haben sich einen Traumtag für ihren „schönsten Tag des Lebens“ ausgesucht: Am 30. Juni 2012 schien die Sonne von morgens bis abends, ohne sich einmal zu verstecken, und die Temperaturen waren hochsommerlich, nicht nur im Freien, sondern auch in der Kirche.
Das „Accordissimo“ des HCR pilgerte nach vier Jahren – damals heirateten Heikos Bruder René und Ute – erneut in den „grossen Kanton“, genauer gesagt nach Gottmadingen, um die Hochzeit von Michaela König und Heiko Fischer musikalisch zu umrahmen.

Es ging schon zeitig los, denn wir mussten uns auf der kirchlichen Empore mit all unseren Instrumenten und technischen Anlagen für den Soundcheck einrichten, erwarteten wir doch um 12.30 Uhr die Hochzeitsgesellschaft und natürlich das Brautpaar.

Die ersten Schweissperlen liessen denn auch nicht lange auf sich warten. Und kaum hatten wir alle unsere Utensilien auf der Empore, meldete sich zusätzlich ein unbändiger Durst, dem der Vater der Braut mit einem Kasten Mineralwasser sofort Abhilfe schaffen konnte. Wir waren gerettet! Nach dem Einspielen – auch dafür hatte der Brautvater gesorgt – war noch genügend Zeit für eine kleine Verpflegung an einem möglichst kühlen Schattenplatz vorhanden.

Das Brautpaar erschien pünktlich vor der Kirche und wir begleiteten es musikalisch mit dem „Hochzeitsmarsch“ durch den Mittelgang zum Altar. Die Zeremonie war stimmungsvoll, feierlich und heiter zugleich, ganz wie es den Familien König und Fischer entspricht. Für den Trauzeugen René wurde es etwas stressig, denn er musste ja rechtzeitig mit den Ringen neben dem Brautpaar stehen, vorher aber noch mit dem Orchester „You raise me up“ inklusive Solopartie fehlerfrei vortragen, was er bravourös auf die Reihe kriegte. Gerne erfüllten wir Michaelas und Heikos Wunsch, nach dem Eheversprechen, zu dem sie laut und deutlich „Ja“ sagten, „I just call to say I love you“ von Stevie Wonder zu spielen, um nachher zünftig „abzurocken“ mit „Rock n’Roll is King“. Da ging dann wirklich auch bei der Hochzeitsgesellschaft die Post ab, sogar beim Pfarrer! Er war im Vorgespräch mit unserem Dirigenten Roger Bär sehr skeptisch und sagte, Zugaben würden in seiner Kirche praktisch nie verlangt. Er war es denn auch, der (fast) als Erster durch seinen Applaus zu den Zugaben überleitete, die wir alle zum Besten geben konnten, so wie dies Roger dem Pfarrer prophezeit hatte. Es hat auch uns, dem „Accordissimo“, riesig Spass gemacht! Vielen Dank nochmals an das junge Ehepaar und seine Gäste.

Der Auszug aus der Kirche war nochmals ein feierlicher Höhepunkt: Unsere Drummer Roman und Pascal stürzten sich trotz Gluthitze für „Highland Cathedral“ in den Kilt mit allem Drum und Dran. Das „Accordissimo“ spielte immer noch auf der Empore, während Roman und Pascal trommelnd  vom Kircheneingang bis zum Altar schritten, um sich vorne rechts und links neben dem Brautpaar zu postieren. Nach diesem fulminanten Schlussbouquet trommelten Roman und Pascal im Takt weiter und begleiteten so das Brautpaar nach draussen, während wir die Empore leise verliessen, uns je einen Mini-Blumenstrauss schnappten und mit andern Freunden für Michaela und Heiko Spalier standen. Bevor es zum Apéro und Fotoshooting ging, mussten die Beiden noch arbeiten: Ein grosses, weisses Tuch, auf dem ein riesiges rotes Herz gemalt war, versperrte ihnen den Weg. Dieses Herz mussten sie herausschneiden, was ihnen symbolisch den Weg in die gemeinsame Zukunft öffnete.

Nach einem ausgiebigen, fröhlichen, schweisstreibenden Apéro ging es - für das Brautpaar per Kutsche, für die Hochzeitsgesellschaft per Auto - nach Bietingen wo der zweite Teil der Hochzeitsfeier stattfand, traditionsgemäss zuerst mit Kuchen und Kaffee, später mit einem erlesenen Hochzeitsdinner. Auch die Hochzeitstorte war ein Traum.

Nach dem kulinarischen Höhenflug bot Familie Fischer für das Brautpaar einen Showblock der Extraklasse. Die „Piratenfamilie“ brachte mit ihren Texten zu bekannten Songs alle süssen Geheimnisse von Michaela und Heiko schonungslos ans Tageslicht! Es war eine Gaudi!

Nach dem Eröffnungstanz des Brautpaares schwangen auch die Hochzeitsgäste munter das Tanzbein und feierten mit Michaela und Heiko bis in die frühen Morgenstunden.

Übrigens: Die Innentemperaturen waren mit einer Sauna vergleichbar, während es draussen im Verlauf des Abends zu heftigen Gewittern kam, was für etwas Abkühlung sorgte.

Nach einer kurzen Nachtruhe und einem feinen Sonntagsbrunch verabschiedeten wir uns und kehrten froh und munter in die Schweiz zurück.
Michaela, Heiko: Es war einfach genial! Vielen Dank, dass wir dabei sein durften, und wir wünschen euch nochmals nur das Beste auf eurem gemeinsamen Weg.

Erika Kuczynski, Präsidentin HCR / Accordissimo