Hochzeit von René und Ute, 12. Juli 2008

Unser René hat seine Ute vor den Traualtar geführt

Ute und René haben den offiziellen Start in ihr gemeinsames Leben von langer Hand und bis ins letzte Detail geplant und vorbereitet. Sie nahmen bei der Terminsuche sogar auf volle Kalender und Schulferien Rücksicht, damit der HCR ihre Trauung musikalisch umrahmen konnte.

So kam es, dass sie ihre Hochzeit auf den „Bündelitag“ vor den Sommerferien legten. Bevor René uns das Heiratsdatum bekannt gab, fragte er ganz scheu in der Probe: „Gebt ihr auch Konzerte im Ausland?“ Unsere prompte Gegenfrage: „Warum? Heiratet ihr etwa „ennet“ dem Rhein?“
Denn Ute und René sind ursprünglich aus dem süddeutschen Raum. Natürlich wollten wir unsere Instrumente an ihrem Hochzeitstag für sie erklingen lassen!

 

Wir trafen uns also am 12. Juli, um 10 Uhr, bei trüben bis nassen Wetteraussichten vor unserem Probelokal, luden die Instrumente ein und fuhren knapp eineinhalb Stunden nach Schenkenberg, wo sich die romantische Marienkapelle befand. Wir waren frühzeitig dort, denn wir wollten ja nochmals alles durchspielen, bevor die Trauung um 13 Uhr losging. Aber zuerst mussten wir das Orchester im wahrsten Sinne des Wortes aufbauen! Die Kapelle war wirklich romantisch, bot aber eigentlich nur Platz für die Hochzeitsgesellschaft. Wir mussten uns auf der Empore installieren: Zuerst zimmerten Roman, Roger und Paul für Schlagzeug und Drummer mit Holzlatten eine Art Zwischenboden, bevor wir all unsere Utensilien eine enge Wendeltreppe hoch tragen konnten. Wir hatten keine Stühle, sondern sassen oder standen irgendwie zwischen engen Bankreihen, einfach so, dass wir das Kommando unseres Dirigenten nicht verpassten. Es war eine Herausforderung, die wir so noch nie hatten, aber meisterten! Die Zeit reichte genau, um uns für die bevorstehende Feier einzuspielen. Natürlich empfingen wir das Brautpaar mit dem Hochzeitsmarsch. Die anschliessende Trauzeremonie war sehr feierlich, das gegenseitige Jawort und Eheversprechen hörten auch wir auf der Empore, was wir anschliessend mit „Ave Maria“ und „One moment in time“ musikalisch unterstrichen.

Nach der Trauung, zu Beginn des Apéros vor der Kapelle, regnete es in Strömen. Es soll ja Glück bringen, wenn es der Braut in den Schleier regnet, sagt der Volksmund. Aber siehe da: Nach und nach machte der Regen der Sonne Platz und auch die Temperaturen wurden dem Anlass gerecht. Zeit also für das Fotoshooting.

Das Brautpaar bestieg danach einen Oldtimer, der unüberhörbare Büchsen hinter sich herzog und den Auto-Convoi anführte, denn der ganze Tross verschob sich in die Lochmühle nach Eigeltingen. Die Sonne begleitete uns, so dass in der Umgebung dieses urigen Landhotels mit Streichelzoo zwischen Hochzeitskuchen und leckerem Dinner noch genügend weitere Fotos für das Hochzeitsalbum geschossen werden konnten. Es erwartete uns ein fröhlicher, kurzweiliger und unterhaltsamer Abend bei Musik und mit verschiedenen Einlagen. Ein Höhepunkt war sicher die Produktion von Renés Familie, die als mexikanische Gauchos Utes und Renés früheres Leben musikalisch und gesanglich Revue passieren liess.

Die meisten Hochzeitsgäste übernachteten in der Lochmühle, so dass die einen etwas länger, die andern etwas kürzer mitfeierten.
Auch für uns HCRler war Utes und Renés Hochzeitstag ein unvergessliches, nachhaltiges Erlebnis. Nachhaltig, weil es uns endlich gelang, auch Renés Bruder Heiko, der ebenfalls in der Schweiz wohnt, in die Fänge des HCR zu kriegen: Nach den Sommerferien erschien er tatsächlich mit seinem Akkordeon in der Probe!

Liebe Ute, lieber René, herzlichen Dank für das tolle
Fest und nochmals alles Glück der Welt auf
eurem gemeinsamen Lebensweg.

Lieber Heiko, herzlich willkommen im Club!

Erika Kuczynski