Kantonales Harmonika- und Akkordeon-Musikfest 2007 in Affoltern a.Albis

Am 10. Juni 2007 fuhren wir zusammen mit unserem befreundeten Handharmonika-Orchester Kloten per Car nach Affoltern am Albis, um uns – jedes Orchester für sich, aber mit demselben musikalischen Leiter Roger Bär – am Kantonalen mit Gleichgesinnten musikalisch zu messen und beurteilen zu lassen.

 

Wir starteten in der noch neuen Sparte „Unterhaltung“, Kategorie „Mittelstufe Aktive“. Die meisten Orchester blieben der traditionellen Sparte mit konzertanter Literatur treu. Da sich diese Literatur aber für unser Jahreskonzert mit dem Akzent auf Unterhaltung nicht sehr eignet, starteten wir erneut in der am 13. Kantonalen vor fünf Jahren eingeführten Sparte „Unterhaltung“. Wir wollen für ein Wertungsspiel, auf das wir uns monatelang vorbereiten, Literatur einüben, die auch für unsere Abendunterhaltung im November hörfällig ist.

Wir waren um 14.40 Uhr das letzte noch anzutretende Orchester. Der Publikumsstrom in die Turnhalle war enorm, die Solidarität riesig. Alle uns bekannten Orchester, mit denen wir freundschaftliche Kontakte pflegen, hörten unseren Vorträgen zu. Das praktisch (nur) aus Insidern bestehende Publikum war begeistert. Es gab Komplimente wie: „Ihr habt ‚La Storia' so ergreifend interpretiert, dass wir Hühnerhaut bekamen.“ Unsere nicht sehr bekannte „La Storia“ wusste zu begeistern. Verschiedene Orchester woll(t)en sie in ihr Programm aufnehmen.

Sowohl mit „Sweet Georgia Brown“ (Pflichtwahlstück) als auch mit „La Storia“ (Wahlstück) erspielten wir die höchste Wertung „vorzüglich“. Dem Jurybericht konnten wir mit Genugtuung entnehmen, dass sich die Experten auf viele weitere solche Vorträge des HCR freuen.

Wir waren mit dieser Höchstwertung, die wir nach einem musikalisch schwierigen Jahr 2006 erzielten, „oberhappy“. Zur Erinnerung: Im vergangenen Jahr musste sich Roger Bär aus gesundheitlichen Gründen als musikalischer Leiter dispensieren lassen, unser Vizedirigent Paul Baumann sprang für ihn ein, fehlte uns aber als Akkordeonspieler. Dass es nun am Wettspiel auf Anhieb mit dem zum HCR zurückgekehrten und von uns über alle Massen geschätzten musikalischen Leiter Roger Bär klappte, beflügelte uns und war Motivationsspritze genug, uns in die Vorbereitungen zur Abendunterhaltung zu stürzen. Unsere Leistung am Kantonalen war umso beachtlicher, als wir mit nur 11 Musikantinnen und Musikanten antraten.

Wir hoffen, dass unsere beiden Wertungsvorträge an der Abendunterhaltung so ankommen, dass auch Sie, liebe Konzertbesucherinnen und –besucher, uns dafür die Note „vorzüglich“ per Applaus ausstellen können.

Erika Kuczynski